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Sie ist eine bekennende, hausgemachte politische Linke – eigentlich. Ihr „Café Chrysander“ im teils malerischen Hamburger Stadtteil Bergedorf war gedacht und hatte sich etabliert als Raum für offenen Diskurs, hier trafen sich Linke, Liberale, Bürgerliche und tauschten sich aus. Mit Covid änderte sich alles: Das Hamburger Abendblatt bezeichnete Betreiberin Ursel Arova und ihr Café als „Hochburg des Widerstands“ und meinte das nicht als Kompliment. Weil sie zu Lockdownzeiten zwei Gästen auf der Terrasse ein Stück Kuchen reichte, muss sie nun einen fünfstelligen Euro-Betrag als Strafe aufbringen. Ursel Arova hat sich abgewandt von den Grünen, die sie einst wählte, auch der Linkspartei begegnet sie fast nur noch mit Kopfschütteln. „Man will sich ja nicht der AfD anschließen, aber man muss sagen, sie haben manchmal die richtigen Fragen gestellt. Die wenigsten der Linken waren mutig genug,“ Ludger Kusenberg alias Ludger K. zu Gast bei einer Frau, die stellvertretend steht für Menschen, die zur Not alles riskieren für ihre Überzeugung. Den Auftakt macht eine kleine „Ehrerweisung“ an Dr. Karl Lauterbach vor Live-Publikum.
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