
About this episode
Stell dir vor: Du bist die älteste von sieben Kindern.
Ruhe? Luxus.
Eigenständigkeit? Ein täglicher Kampf.
Und dann findest du… einen goldenen Ring – nicht im übertragenen Sinne, sondern wirklich. Eine archäologische Entdeckung, die plötzlich mehr über das Leben erzählt als tausend Meetings mit irgendwelchen Chef-Strategen. 🪙✨
Anne Mai – Kommunikationstrainerin, Geschwisterheldin und mutige Visionärin – nimmt dich mit auf eine Reise zwischen Statussymbolen der Antike und der Gegenwart, zwischen politischen Bühnen und menschlichen Abgründen. Sie erzählt von Führung, die inspiriert, statt dominiert. Von Kommunikation, die verbindet, statt verwirrt.
Und sie stellt dir eine Frage, die du nie wieder vergessen wirst: 🧠 Was willst DU hinterlassen?
Diese Keynote ist das Ergebnis intensiver Arbeit im Killer Keynote Bootcamp – mit Schweiß, Mut, Tränen (und wahrscheinlich einer Überdosis Kaffee).
Und das Ergebnis? Eine Bühne, die bebt. Eine Botschaft, die trifft.
Und eine Anne, die zeigt: Du kannst alles – wenn du endlich aufhörst, zu warten. 🔥
Wenn du also bereit bist für Inspiration mit Tiefgang, Storys mit Gänsehautgarantie und ein paar Denkanstöße, die dich aus dem Sitz reißen, dann drück auf Play.
Besuche Anne hier:
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Tobias Beck Podcast — #902 Diese Entdeckung verändert DEIN Leben… | Anne Mai. Machine-transcribed; use the interactive transcript above to jump the player to any line.
Ich sitze an einem Tisch, um mich herum viele Menschen, ich fühle mich wie in einem überfüllten Zug, es ist laut, es ist unruhig, ständig, grennt jemand zur Toilette und das Bordrestaurant ist geschlossen. Mein Sitzplatz ist festresaviert, um Buchung ausgeschlossen. Mein Name ist Anne Mai, ich bin die Älteste von sieben Geschwistern und Kommunikationstrainerin. Ich schließe langsam die Augen und atmet tief ein. Ich sehne mich an einen Ort der Ruhe und Stille. Ich wünsche mir Freiheit und Unabhängigkeit. Mein Weg in die Unabhängigkeit ist das Studium der Archäologie, längst vergangene Zeiten und Kulturen, verborgene Schätze, mit denen ich mich befassen kann und alle erhalten die Klappe. Es ist ein heißer Sommertag. Ich kniehe wortwörtlich im Dreck auf dem Boden,
in meiner rechten Hand einen kleinen Pinsel. Der Schweiß läuft mir die Schlefen herunter, bis hin jede Körparitze. Und mit den Pinselherchen schiebe ich ganz, ganz vorsichtig den Staub zur Seite und plötzlich liegt er vor mir. Er funkelt und plitzt mich förmlich an. Ich kann es gar nicht glauben. Behutzern nehme ich ihn mit Daumen und Zeigefinger nach oben und betrachte ihn von allen Seiten. Langsam schaue ich nach links und nach rechts. Mein Schatz. Ein kleiner Ring zierlich aus Gold, mein Fund. Und tausend Fragen kommen mir jetzt in diesem Moment in den Kopf wie kleine Plätze. Wir mag der Ring wohl gehört haben. Vielleicht einem Jungen Mädchen oder einer Frau,
so zierlich wieder Ring gearbeitet ist? Auf jeden Fall ist der Wert voll. Kein Billo-Schmuck. Wenn sowas gab es übrigens damals auch schon. Das waren dann so einfache dünne Silberringe in Massenproduktion gefertigt, mit standardisierten Gravoren wie Armo T. Ich liebe dich oder Dulkiss, süß, lieblich. Heute würde man eher cute sagen. Bling, bling für den kleinen Geldbeutel, aber nicht dieser Ring, den ich in der Hand halte. Der ist nämlich aus Gold. Und vielleicht hat da einer Jungen Frau gehört, die wie ich in einer großen Familie aufgewachsen ist. Denn in der römischen Familien gab es auch viele Kinder und meistens ab dem zweiten Kind wurde namentlich durchnummeriert. Vielleicht war es eine Sekunde, die zweite. Eine Terzia, die dritte oder sogar die Quinta, die fünfte. Auf jeden Fall muss diese Person aus einer wohlhabenen reichen Familie gestammt haben.
Eine Familie mit Macht, mit Einfluss. Die wahrscheinlich in einer großen herrschaftlichen Villa lebte, mit wunderschönen bunten Musaikböden. Und in diesem Moment stelle ich mir eine Frage. Was hinterlasse ich eigentlich, wenn ich mal diese Welt verlasse? Bin ich der goldenen Ring? Oder bin ich das Musaik, in dem alle Teile zusammenpassen? Vielleicht bin ich auch nur das Bild auf dem Dachboden mit einer dicken Staubschicht, dass von Generation zu Generationen weiter gereicht wird. Wer hinterlässt überhaupt spuren auf dieser Welt? Sind das immer nur die großen Namen von erfindern wie Einstein oder Herrscher und Herrscherin, wie Caesar und Cleopatra die bleiben? Und jetzt
setze ich den Pinsel mal bei mir an meinem Lebensmusaik und schiebe langsam, schicht für schicht den Staub an die Seite, Klopfe vorsichtig. Ein Musaik besteht aus ganz vielen kleinen Stein und ich mein Leben aus ganz vielen unterschiedlichen Facetten. Und so gibt es bei mir auch eine Seite ein Geheimnis. Denn es gibt auch eine Anne, die politische Konferenzen organisiert und vorbereitet und große Staatsdelegationen begleitet. Und jetzt öffne ich ganz, ganz vorsichtig mal ein wenig den Vorhang für einen Blick hinter die Kulissen. Und wieder sitze ich an einem Tisch, diesmal in einem großen, festlich geschmückten Saal. Die Wände sind verziert mit barocken Bildern und an den
decken da hängen große Kroneleuchter, deren Lichter den Raum erstrahlen lassen. Der Tisch, an dem ich sitze, ist groß und rund. Um mich herum Männer in feinen hochwertigen Anzügen und Frauen in teuren Kleidern mit schwerem Schmuckbehang fast wie vor 2000 Jahren. Die Atmosphäre ist nicht wie am Bahnhof, es ist nicht tagt der offenen Tür wie zu Hause. Es riecht nach Macht, es riecht nach Einfluss, schwarz-weiß gekleidete Kellner, schleichen lautlos mit getränken und speisen von Tisch zu Tisch. Die mächtigsten der Welt sind zusammengekommen. Am neben Tisch sitzen Trump, Erdogan und Putin. Und jeder, der die Szene aus Titanic kennt, als Leonardo DiCaprio mit den reichen und mächtigen
Passagieren der ersten Klasse zusammen Champagne trinkt. Der weiß jetzt genau wie ich mich in diesem Moment hier fühle. Ich bin die mit dem Billo Schmuck. Ich passe doch hier überhaupt nicht rein. Ich fühle mich hier doch gar nicht wohl. Statt beim dinner der ersten Klasse würde ich voll gerne jetzt bei der Party der drücken Klasse mit feiern, wo alle Spaß haben, wo man ausgelassen tanzen kann und wo die Menschen noch echt miteinander verbunden sind. Der ein oder andere wäre sicher jetzt gerne auch bei der Szene im Auto. Wir schließen den Vorhang, anderer Ort und wieder eine Person mit Macht. Und der Typ, von dem ich jetzt erzähle, der wäre damals sicher auf einem geschmückten Elefanten oder einem römischen Streitwagen angekommen. Hinter ihm ein Sklave, der ein Lorbekranz über das Haupt hält und
ihm ins Ohr flüstert, Memento-Mori, denke, dass du sterblich bist. Heute hat es nur zur S-Klasse gereicht. Status und bohle, damals und heute. Ich stehe in einem der Elf-Stors, die ich als Salesmanagerin betreue. Big Boss, der Imperator, hat sich zur Inspektion angekündigt, zusammen mit meiner direkten Vorgesetzten. Und der Imperator ist bekannt dafür, dass er gerne mal durch die Filialen durchfägt wie ein Tornado. Und wenn ihm irgendwas nicht gefällt und wenn ihm irgendeine wahren Präsentation nicht passt, dann holt er mit der flachen Hand aus und räumt den kompletten Tisch ab. Ich bin angespannt, ich bin nervös und mein Puls steig langsam, denn ich ane, dass es gleich eskalieren wird. Ich weiß nämlich, dass ich auf Anweisung meiner
Schäffin eine wahren Präsentation aufgebaut habe, die nicht den Unternehmensrichtlinien entspricht. Und diesmal stehen wir an einem Tisch. Der Tisch ist lang, recht eckig und ungefähr kniruch. Meine Schäffin in der Mitte, Big Boss in meinem Blick fällt mir gegenüber und ich sehe seinen Blick schweifen auf das, was ich vorher aufgebaut habe, auf mein angewiesenes Werk, das ich hinterlassen habe. Seine Gesichtspfarbe verändert sich von Kalkweis zu Knallrot. Er holt tief Luft und seine Worte prasseln wie Steine, die mir gegen den Körperschleudern entgegen. Was bilden Sie sich eigentlich, ein mir so ein Scheiß zu präsentieren? Bevor ich überhaupt antworten kann, holt er zum
nächsten Wortschwall aus. Sie brauchen sich hier überhaupt nicht zu rechtfertigen. Was meinen Sie eigentlich, wer Sie sind? Ben. Brot und Spiele, um uns herum eine Menschen traube. Kunden, Mitarbeiter, Kollegen und alle sind Zeuget des peinlichen demütigenden Schauspiels. Da fehlt ja nur noch das Kolosium. Geist, ich habe mich schon verabschiedet. Heute führt man doch nicht mehr so. Und ich balle meine Hände zu feusten. Ich fühl mich so machtlos, ich fühl mich so unmächtig. Und ich denke, die ganze Zeit nur keine Schwäche zeigen, stark bleiben. Wie eine erstaate römische Statur stehe ich im Raum und lasse den Wortschwall über mich ergehen. Doch
plötzlich hör ich ganz dumm wie durch so eine Nibelwand. Wie sagt ja gar nichts. Ich sehe, wie er mit aufgerissenen Augen vor mir steht, erstaunt über meine Regungslosigkeit, aber bevor er zum nächsten Schlagabtausch ausholen kann, komme ich ihm zuvor. Ich sammle in mir meine komplette Kraft und Ruhe, schau ihn in die Augen und sage, wenn Sie jetzt fertig sind, verabschiede ich mich. Drehe mich um, warte gar keine Antwort ab und gehe. Weni wie die Wieke. Ich sah, kam und ging. Heute ist das möglich. Damals, wenn ich ausgepaltst an den Füßen zusammengebunden in der Streitwagenhergezogen wurde. Und in diesem Moment weiß ich, niemals, egal in welcher Situation werde ich
mit Menschen so würdelos umgehen. Mein Name ist Anne May. Ich bin Kommunikationstrainerin und ich bin eine Zeitreisende. Ich springe zwischen den Zeiten hin und her, zwischen den Jahrtausenden. Menschen lernen mit mir im Training, wie Kommunikation und Führungsprinzipien von damals auch heute noch funktionieren. Und da braucht man das Rat überhaupt nicht neu zu erfinden, denn die Grundlagen der Kommunikation, die sind schon in der Steinzeit da gewesen. Mimik, Gästig, Körpersprache, Gruppen verhalten. Wenn ich mit dem Vorstand der Sparkasse in kleinen Sandkästen mit dem Feuerstein fumpenschlage, dann fliegt nicht nur die Krawatte weg, dann fällt auch der Status. Und das sind genau die Funken, die auf Mitarbeiter überspringen, die Menschen miteinander verbinden, die das Feuer in Unternehmen entfachen, die für Visionen brennen, die besten Ideen entstehen, nicht in Konferenzräumen. Das sterben Sie.
Die besten Ideen entstehen beim Feuer, da wo man sich auch die besten Geschichten erzählt. Mit den Führungsprinzipien von Julius Caesar kann man Teams aufbauen. Da kann man neue Mitarbeiter rekrutieren. Strategie, Taktik, Kommunikation, Leadership, Motivation, Führen aus der Mitte heraus, nachhaltig, teile und herrsche ein Unternehmen aufbauen. Gemeinsam, Brückenbauen, das ist so vielfältig. Und für die Ladies, die Cleopatra ist natürlich auch mit dabei. Und jetzt kommt die Frage, nimmst du den goldenen Ring oder den Belochschmock. Jetzt ist es dein Scheiß.
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