
#16: Das Septembertestament – Kritik im Luther-Style
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Ein letztes Mal blicken wir in die Umbruchzeit vom Mittelalter in die Frühe Neuzeit – der Fokus liegt in dieser Folge vor allem auf den polemischen Schriften dieser Zeit, die im Kontext des Buchdrucks entstanden sind: Flugschriften, Karikaturen und so weiter ... nicht nur Martin Luther machte sich dabei den Buchdruck zunutze, um seine Kirchenkritik zu verbreiten, auch die Kirche legte mit einem Shitstorm gegen den Mönch los. Nicht zuletzt Luthers Bibelübersetzung reiht sich hier ein: Doch ist es nicht die Übersetzung, die Aufsehen erregte, sondern die darin erschienenen 21 Holzschnitte – die alles andere als papstfreundlich waren. Die Darstellung des Papstes als Drache oder als Hure von Babylon sind nur zwei Beispiele aus dem sogenannten Septembertestament aus dem Jahr 1522. Und was das vor allem zeigt, ist die Macht des Buchdrucks zur schnellen und massiven Verbreitung von Meinung und Kritik, was im Mittelalter mit Handschriften so wohl nie möglich gewesen wäre und somit die Abgrenzung zwischen mittelalterlichen Handschriften und dem Buchdruck aufzeigt.
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Literatur
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Gelhaus, Hermann: Der Streit um Luthers Bibelverdeutschung im 16. und 17. Jahrhundert, in: Helmut Henne, Horst Sitta, Herbert Ernst Wiegand (Hrsg.): Reihe Germanistische Linguistik, (89), Tübingen 1989.
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Gelhaus, Hermann: Der Streit um Luthers Bibelverdeutschung im 16. und 17. Jahrhundert, in: Helmut Henne, Horst Sitta, Herbert Ernst Wiegand (Hrsg.): Reihe Germanistische Linguistik (100), Tübingen 1990.
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Schmidt, Philipp: Die Illustration der Lutherbibel 1522-1700. Ein Stück abendländische Kultur- und Kirchengeschichte. Mit Verzeichnissen der Bibeln, Bilder und Künstler. 400 Abbildungen, Basel 1962.
- Volz, Hans: Martin Luthers deutsche Bibel. Entstehung und Geschichte der Lutherbibel, eingeleitet von Friedrich Wilhelm Kantzenbach, herausgegeben von Henning Wendland, Hamburg 1978.
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