Kinder erlernen das Laufen und Schreiben im Spiel, doch für Erwachsene ist es nach z.B. einem
Schlaganfall eine ganz andere Herausforderung. Daher untersucht
Christian Stockinger im
BioMotion Center das
motorische Lernen, damit wir besser verstehen können, wie sich der Körper
sensormotorische Programme abruft. Mit einem Robotic Manipulandum, dem
BioMotionBot, lässt er dazu die Probanden einfache Armbewegungen durchführen, die unbemerkt durch ein
Kraftfeld gestört werden. Dadurch erlernen sie unbemerkt neue
Bewegungsabläufe, und im Gespräch mit
Gudrun Thäter erklärt er, wie man diesen
Lernvorgang mathematisch mit einem Zwei-Prozessmodell beschreiben kann. Daraus kann man sowohl viel über die Vorgänge lernen, Therapien verbessern, als auch die Entwicklung von
modernen Prothesen und
humanuider Roboter voranbringen.
Literatur und Zusatzinformationen
- D. W. Franklin, D. M. Wolpert: Computational mechanisms of sensorimotor control, Neuron 72.3: 425-442, 2011.
- R. Shadmehr, M.A. Smith, J.W. Krakauer: Error Correction, Sensory Prediction, and Adaptation in Motor Control, Annual Reviews Neuroscience, 33:89-108, 2010.
- R. Shadmehr, S.P. Wise: The Computational Neurobiology of Reaching and Pointing: A Foundation for Motor Learning, Cambridge: MIT Press, 2005.
- V. Bartenbach, C. Sander, M. Pöschl, K. Wilging, T. Nelius, F. Doll, W. Burger, C. Stockinger, A. Focke, T. Stein: The BioMotionBot: A robotic device for applications in human motor learning and rehabilitation, Journal of Neuroscience Methods, 213(2):282-297, 2013.