Skip to content
TrackPodcasts
businessJan 4, 202619:37pending

356. ADAC will höhere Spritpreise. Was steckt dahinter? - Prof Rieck

About this episode

Anmeldung zum Webinar über spieltheoretisches Verhandeln:
https://www.rieck-verlag.de/verhandlungsinfo

Interview mit dem ADAC:
https://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/sprit-teurer-machen-adac-wirbt-fuer-co2-preis-4965313

Die 36 Strategeme der Krise:
Print: https://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B089CZ3Y6R/ref=nosim/christianriec-21
Als Hörbuch: https://payhip.com/b/4nBZl

Kanalmitglied werden:
https://www.youtube.com/channel/UCSExr_QUT6h-4sGW5hGjrCA/join

STOPP: Bitte schicken Sie keine Mails an meine Uni-Adresse! Diese Adresse ist ausschließlich für dienstliche Angelegenheiten vorgesehen.

WEITERE INFORMATIONEN VON TEAM RIECK:

Die Debatte um die Neupositionierung des ADAC ist ein lehrreiches Beispiel für die spieltheoretische Analyse institutioneller Transformation. Um scheinbar widersprüchliche Positionen zu verstehen, müssen die Anreizstrukturen betrachtet werden, die Mitglieder und Führungseliten steuern.

Exit, Voice und Loyalty
Nach Albert O. Hirschman stehen unzufriedene Mitglieder vor drei Optionen: Exit (Austritt), Voice (interner Widerspruch) und Loyalty (Loyalität). Exit sendet ein starkes Signal, eliminiert aber jeden Einfluss. Voice ist kostspielig, Loyalty stabilisiert bestehende Machtverhältnisse. Strategisch kann eine Führung den Exit unbequemer Kritiker sogar begünstigen, um internen Widerstand zu reduzieren.

Marsch durch die Institutionen
Was als ideologische Unterwanderung erscheint, folgt oft einer Opportunitätslogik: In Institutionen mit fremder Grundausrichtung ist die Konkurrenz um Führungspositionen geringer. So kann mit begrenzten Ressourcen disproportionaler Einfluss gewonnen werden.

Der pivotale Spieler und der Medianwähler
Macht entsteht dort, wo Pattsituationen entschieden werden. Wer sich nahe am gesellschaftlichen Median positioniert, bleibt verhandlungsfähig. Der Wandel des ADAC vom Autoclub zum Mobilitätsakteur folgt genau dieser Logik: Anschlussfähigkeit ist strategisch wertvoller als ideologische Reinheit.

CO₂-Bepreisung als Second-Best-Strategie
Die Unterstützung einer CO₂-Bepreisung ist weniger ideologisch als ökonomisch rational. Preismechanismen minimieren gesamtwirtschaftliche Vermeidungskosten und gelten oft als zweitbeste Lösung, um härtere Verbote zu verhindern und technologische Offenheit zu bewahren.

WEITERES VON CHRISTIAN RIECK:
Instagram: https://www.instagram.com/profrieck/
X/Twitter: https://x.com/profrieck?s=21
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/profrieck

#profrieck #adac

Hinweis: Die angegebenen Links können Affiliate-Links sein, bei denen ich eine Provision erhalte. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Haftungsausschluss: Dies ist ein Bildungskanal, kein Finanz- oder Medizinkanal. Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind weder finanzieller noch medizinischer Rat oder persönliche Empfehlung.

Get every episode summarized

Each time Prof. Dr. Christian Rieck publishes, we email you a written briefing from the transcript — the topics, who appeared, and any specific claims, with the ad reads skipped.

Email me new episodes

Free for 3 shows. No card needed.

Hosts & guests

No transcript yet

This episode has not been transcribed. Request it and it moves to the front of the queue.

356. ADAC will höhere Spritpreise. Was steckt dahinter? - Prof Rieck

Prof. Dr. Christian Rieck

0:00
19:37

More episodes

More from Prof. Dr. Christian Rieck

View all episodes →